Mit ‘Ohne Wurzeln keine Flügel’ getaggte Beiträge

Woohoo, was habe ich Andrew Eldritch Anfang der 90s verehrt. Gerade die ganz alten Sachen von den ersten Singles haben es mir damals angetan und ich war im ersten Moment doch eher enttäuscht vom Release „Vision Thing“. Auch die Kollaboration mit Ofra Haza empfand ich seiner Zeit echt als grenzwertig. Heute kann ich über so viel jugendlichen Idealismus zwar nur noch milde lächeln, finde jedoch, die ganz alten Stücke sind immer noch die besten. Auch hier möchte ich es nicht zu theoretisch werden lassen, und lasse lieber Bildern und Musik den Vortritt.

The Sisters of Mercy – Live ’85

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Jaaaaa, Bauhaus. Diese Hommage an den Stummfilmdarsteller Bela Lugosi hat mir früher in Clubs immer einen regelrechten Stromschlag versetzt und macht genau das auch heute noch.

Ernst Meyer hat dieses Stück wundervoll auf evolver.at in Worte gefasst:

[..] Bald danach spazierte die Gruppe ins Studio und nahm einen Song auf, der auch heute noch zum Standard-Repertoire jedes guten Gruft-DJs gehört: „Bela Lugosi´s Dead“. Kennt garantiert jeder, aber mit Sicherheit kommt es nur einmal in 100 Jahren vor, daß eine No-Name-Band eine derart grandiose Nummer buchstäblich aus dem Nichts heraus – einfach so – live im Studio einspielt. „Bela Lugosi´s Dead“ wurde im August 1979 veröffentlicht. Ein extremes Debüt, gewiß, aber es waren auch extreme Zeiten damals (man erinnere sich an The Pop Group, Gang of Four etc.). Auch heute noch, fast 30 Jahre danach, verdient dieser Track besondere Beachtung, vor allem, wenn man ihn im zeitlichen Kontext sieht. Während sich die meisten Wave-Bands abmühten, knapp dreiminütige Single-Tracks einzuspielen, dauert „Lugosi“ satte neun Minuten. Aufgebaut auf einem flotten, straighten Beat knacken Rimshots im Samba-Rhythmus, der Baß spielt einen nach unten ziehenden Tritonus. Die übersinnliche Spannung jedoch entsteht durch die psychotronische Bearbeitung der Rimshots mittels Flanger und Echo, die Space-Gitarre setzt gleich von Anfang an markante Akzente. Es dauert, bis endlich Murphys Stimme einsetzt. Lachen ist verboten. Maskulin und herrisch treibt er die tanzenden Kreaturen der Nacht vor sich her, die sich eingefunden haben, um Bela Lugosi die letzte Ehre zu erweisen (der allerdings schon 1956 verschieden war – eine späte Huldigung). [..]

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Wow. Immer noch Gänsehaut. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich dieses mitreissende Stück Avantgarde-Industrial das erste mal in einem Club hörte. Wieder Wow! Der Mittelfinger im Gesicht des Pop. Einzigartig. Wie ich schon bei Alien Sex Fiend schrieb, soll das hier nicht zum musiktheoretischen Wortschwall ausarten. Ich sag nur so viel: ich wusste damals nicht, dass es sich bei der Version, die ich hörte, um einen Remix von Adrian Sherwood handelt, der mir später (und Euch in diesem Blog) definitiv nochmal wieder begegnen sollte. Geil.

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Habe mir gerade überlegt, hier mal eine neue Rubrik zu starten. Ohne Wurzeln keine Flügel.

Beim Titel habe ich mich jetzt mal bei Bert Hellinger bedient. Hier geht es allerdings nicht um Psychoanalyse 🙂

hin und wieder kommen mir Bands, Acts oder Tracks in den Kopf, die mich als Person und meinen musikalischen Geschmack über die Jahre geprägt haben und mich auch heute noch verzücken, wenn ich mich mit Ihnen auseinander setze. Einer dieser Acts ist Alien Sex Fiend, die mit Ihrer für mich einzigartigen Mischung aus Gothic-Punk-Electro-Acid-Techno-Thrash-Rock bis heute für mich mit dem Atribut genial zu bezeichnen sind. Das Gesamtkonzept aus Sound, Bühnenshow und Eigendarstellung ist einfach so schräg, das man es nicht mit Worten beschreiben kann.

Da ich das Ganze hier nicht zu einem Musiktheorieblog ausarten lassen möchte, ist hier einfach mal ein Video und danach für die, die es interessiert ein paar Links.

Alien Sex Fiend Now I’m Feeling Zombified Live 1991 DNA SF

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